Traditionell wird die Kolanuss auch als Gastgeschenk oder Brautwerbegeschenk überreicht. In vielen Teilen Westafrikas gilt sie als heilig und ist als Geschenk oder Opfergabe an Ahnenschreinen angemessen.
Es gibt vielfältige Regeln für ihren Verzehr, und besonders in Nigeria existieren komplexe religiöse Rituale zum Teilen der Kolanuss. Diese Rituale ähnelten der Zeremonie des letzten Abendmahls so sehr, dass Missionare früh versuchten, beide zu verschmelzen, um den christlichen Glauben besser zu verbreiten.
Die Igbo, ein in Nigeria lebender Stamm, halten insbesondere die Cola acuminata für heilig. Sie lassen diese von einem Priester oder dem ältesten männlichen Familienmitglied unter den Anwesenden aufteilen. Zudem glauben sie, dass in der Anordnung und Anzahl der Nüsse Botschaften der Ahnen über die Zukunft abgelesen werden können.